Stadtwerke Kitzbühel

SMART METER

Die Stadtwerke Kitzbühel beschäftigt sich als Infrastrukturdienstleister intensiv mit dem Zukunftsthema „Smart Metering“. Der zukünftige Einsatz intelligenter Stromzähler ist ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende, der dazu führen soll, das Nutzungsverhalten und den Energieverbrauch der Kunden zu optimieren. Entsprechend den Vorgaben seitens der EU und den nationalen Gesetzen gilt es, bis Ende 2019 95% aller Endverbraucher mit intelligenten Stromzählern, sogenannten Smart Meter, auszustatten.

Die Umstellung der bisherigen Stromzähler auf intelligente Smart Meter ist ein Baustein in der Entwicklung intelligenter Netze (so genannter „Smart Grids“). Bis 2019 sollen 9.000 intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, in Kitzbühels Haushalten installiert sein.

Smart Meter haben viele Vorteile

Smart Meter sparen Zeit:

- Es ist kein Ablesetermin oder eine Selbstablesung notwendig.
- Monatliche Verbrauchsinformation oder Rechnungslegung möglich
- Ungewöhnliche hohe Verbräuche können sehr schnell erkannt werden.

Smart Meter sparen Nerven:

- Durch die laufende Verbrauchskontrolle können defekte Geräte schneller entdeckt werden.
- Versorgungsunterbrechungen können schneller geortet und behoben werden.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert ein intelligenter Stromzähler?

Der intelligente Stromzähler besitzt - im Gegensatz zum bislang gängigen Ferrariszähler - keine mechanisch bewegten Teile. Ein Smart Meter ähnelt einem kleinen PC mit Display. Er besitzt eine Kommunikationsanbindung und kann sowohl Daten empfangen, als auch an den Netzbetreiber senden. Die Datenübertragung – von Netzbetreiber bis zum Zähler - erfolgt über eine von den Stadtwerken Kitzbühel bereit gestellte Infrastruktur.

Wie ist der Zeitplan für die Umstellung auf "Smart Meter"?

Der großflächige Zählertausch ist in Kitzbühel ab Beginn 2017 geplant und soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Stadtwerke Kitzbühel werden ihre Kunden zeitgerecht und ausführlich über alle Maßnahmen die Zähler betreffen, sowie den Ablauf, die Technologie, rechtliche Rahmenbedingungen und Nutzen der intelligenten Stromzähler informieren.

Wie lange hält ein intelligenter Stromzähler?

Intelligente Stromzähler haben in Österreich acht Jahre Eichzeit. Smart Meter verlieren also nach acht Jahren im Netz die Eichgültigkeit und müssen getauscht werden. Diese Zähler können nachgeeicht und für weitere acht Jahre im Netz eingesetzt werden.

Sind die Umbaumaßnahmen bei der Installation nötig?

Der neue, elektronische Stromzähler wird am Platz des alten Zählers installiert. Der Tausch dauert üblicherweise nicht länger als 15 Minuten.

Wie erfährt man vom Installationszeitpunkt?

Der Kunde erhält zeitgerecht Informationen über die geplanten Maßnahmen, in dem ein Zeitfenster für die Installation genannt wird. Diese Information wird voraussichtlich Anfang 2017 an die Kunden geschickt.

Wie erfolgt beim Smart Meter die Ablesung?

Mit den bisher üblichen Ferrariszählern muss der Energieverbrauch auf Basis der Differenz des Zählerstandes zur letzten Ablesung errechnet werden. Durch den Einsatz von intelligenten Stromzählern wird der Verbrauch in einem bestimmten Zeitintervall (z.B. stündlich, täglich) über Fernkommunikationswege in die zentralen IT-Systeme der Stadtwerke Kitzbühel übertragen. Es ist also keine Ablesung bzw. Selbstablesung mehr erforderlich.

Wie hoch ist das Energieeinsparungspotential?

Die genaue Übersicht über den Verbrauch, die durch den Einsatz von intelligenten Stromzählern möglich ist, erlaubt es den Verbrauchern ihren Energieverbrauch bewusst zu steuern und Energiefresser im Haushalt zu identifizieren.

Welche Daten werden an die Stadtwerke Kitzbühel übertragen?

Es werden alle Daten, welche für die Abrechnung und Verbrauchsinformation der Kunden erforderlich sind, übertragen. Es werden keine persönlichen Daten wie etwa Name oder Adresse des Kunden übertragen. Für die Auslesung des 15 Minuten Lastprofils braucht es die ausdrückliche Zustimmung des Kunden!

Wie werden die Daten geschützt?

Es werden alle Daten gemäß dem Datenschutzgesetz verarbeitet.

Sind aus den Daten private Informationen erkennbar?

Ohne Zustimmung der Kunden wird jeweils maximal nur ein Tagesverbrauchswert ausgelesen, der keinerlei Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten zulässt.

Was ist möglich, wenn man keinen Smart Meter haben will?

Die Novellen zum Elektrizitätswirtschafts- und organisationsgesetz (ElWOG) und Gaswirtschaftsgesetz (GWG), die am 6. August 2013 in Kraft traten, enthalten eine so genannte Opt-out-Regelung. Kunden können sich damit gegen die Funktionalitäten eines Smart Meters entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines digitalen Standardzählers an sich.